Mathieu Rolland

Mathieu Rolland

Mathieu Rolland begann im Alter von acht Jahren in Nimes mit dem Geigenunterricht. Nach einem Abschluss in Mathematik an der Universität Montpellier begann Mathieu Rolland am CNR Montpellier wieder zu musizieren, allerdings auf der Bratsche. Dank des Unterrichts von Yves-Marie Pasquet in Analyse, Schreiben und Orchestrierung brachte er seine ersten Noten zu Papier. Schon bald entstand ein Duett für Viola, der erste Meilenstein, der seitdem von allen Bratschisten gelobt wird, die ihn gespielt oder gehört haben: F.Gnéri, M.Michalakakos, K.Lethiec, M.Desmons, V.Aucante...

Nachdem er sich dem Unterricht von Françoise Gnéri an der Viola angeschlossen hatte, setzte er seinen Weg der Komposition als Autodidakt fort, wobei er von J-F. Zygel ermutigt wurde. Dies wird gleichzeitig mit einer großen Orchesteraktivität einhergehen: Nachdem er das Département de Formation à l'Orchestre du CNR de Paris und die Akademie des Orchestre de Paris absolviert hat, tritt er 2006 in das Orchestre Colonne ein. Außerdem begann er 2012 den Masterstudiengang Musikmanagement und -verwaltung an der Universität Paris-Sorbonne.

Als großer Bewunderer der klassischen indischen Musik studiert er Tabla und indische Rhythmik bei John Boswell in der Cité de la Musique. Außerdem beschäftigt er sich gerne mit anderen Stilen und Klängen durch Computermusik.

Da ihm daran gelegen ist, möglichst viele Menschen an der Musik teilhaben zu lassen, betreut er auch Amateurensembles, mit der Idee, dazu beizutragen, die Musikpraxis mit Leben zu erfüllen. So entstand zum Beispiel Légende, ein Auftragswerk für das Orchestre du Chantier, oder er leitet die Kammermusiksitzungen der Concerts Gais.

Er ist stark von seinen drei Lieblingskomponisten Debussy, Bartok und Strawinsky geprägt und sucht als Komponist nach einer Ästhetik und einer Sprache, die sowohl einfach als auch anspruchsvoll ist. Er verschmäht sinnlose Virtuosität, zu konzeptuelle Formalisierungen oder unpassende Klangkataloge und zieht stattdessen eine Art empirisches Handwerk vor. Er bemüht sich, einen verständlichen musikalischen Diskurs und eine verständliche musikalische Rhetorik auszudrücken und gleichzeitig einen Anspruch auf Strenge und Kohärenz zu bewahren.

Als offener und uneigennütziger Künstler bevorzugt sein Engagement als Musiker die Arbeit im Kollektiv, schlägt eine fruchtbare Brücke zwischen Orchesteraktivitäten und Amateurpraktiken und durchdringt voll und ganz seine Arbeit als Komponist.